Sonntag, 15. April 2012

Ostern- dem Wiedergeburt Christi gewidmetes traditionelles Fest in Bulgarien


Ostern / Welikden by tg
Am heutigen Sonntag (15.04.2012) wird in Bulgarien Ostern-Welikden (aus Bulg. übersetzt: „Großer Tag“)- die Wiedergeburt Christi gefeiert. Traditionell gehört zu diesem Fest keinen Hasen oder Schokolade, sondern gefärbte Eier und Osterkuchen. Das erste Ei wird immer in rot- als Symbol für das Blut Christi gefärbt und üblicherweise neben der Familienikone ein Jahr lang bis zum nächsten Gründonnerstag (Großer Donnerstag) aufbewahrt. Zum Färben der Ostereier (am Gründonnerstag), verwenden manche Bulgaren nach alter Tradition ganz natürliche Mittel wie Zwiebelschalen.

Am Ostersonntag begrüßen sich Verwandte und Freunde mit den Worten: „Christ ist auferstanden“ (Christos voskrese) und die Antwort lautet: „Er ist wahrhaftig auferstanden“ (Woistina woskrese). An diesem Tag findet der "Eierkampf", besonders von den Kindern beliebt, statt. Die Eier werden mit den Spitzen angestoßen. Dessen Ei am Ende unbeschädigt bleibt, wird die beste Gesundheit das ganze Jahr genießen. Dann lasst uns die stärksten Eier wünschen...



Samstag, 14. April 2012

Kawarma mit Porree- sehr leckerer Eintopf aus Bulgarien

Eines der traditionellen und beliebtesten bulgarischen Nationalgerichte heißt Kawarma.

 

Kawarma by tg
Typisch für diesen leckeren bulgarischen Eintopf ist dass er langsam und auf niedrige Hitze zubereitet werden muss. (Aber keine Bangen - ca. 1 Stunde reicht´s.) Es gibt verschiedene Varianten von Kawarma. Allen gemeinsam ist, dass Kawarma aus gleichen Teilen Fleisch und Gemüse besteht.


Hier das Rezept einer Variante mit Porree, die ich gerne zu Hause zubereite und garantiert ausgezeichnet schmeckt.

Zutaten:
  •  750g Schweinefleisch Tipp: Minutensteaks
  • 3 Esslöffel Schweinefett Tipp: 5 Esslöffel Olivenöl
  • 4 geröstete Paprika (eingelegt)
  •  3-4 Porreestangen
  •  5-6 Eier
  • 1 Teelöffel Paprika
  • Salz nach Geschmack
  • Tipp: Bohnenkraut

Zubereitung:
Gjuwetsch, Kawarma mit Porree by tg
  1. Das Schweinefleisch in Würfel schneiden und in erhitztem Fett anbraten. Dann unter dem Deckel einige Minuten dünsten, bis die Flüssigkeit verdampft.

  2. Das Fleisch herausnehmen und die in Stücke geschnittenen Paprikaschotten im gleichen Fett anbraten. Die Porreestangen hinzufügen und nach Geschmack salzen. Das Fleisch hinzufügen und weitere 10 Minuten dünsten. Mit Paprika Pulver abschmecken und etwa Wasser hinzufügen, bis alles bedeckt wird.

  3. Das Ganze ca. 30 Minuten dünsten, danach in einen Bratentopf geben Tipp: am besten in sog. Gjuwetsch - in Bulgarien viel verbreiteten Tontopf- für gesunde und sehr leckere Speisezubereitung im Ofen). Die Eier darüber aufschlagen und im Ofen bei mittlerer Hitze überbacken. Tipp: Bevor in den Backofen schieben, mit Bohnenkraut bestreuen.


Dobar Apetit! Guten Appetit!!!!!
       
 

Samstag, 7. April 2012

Lazarustag in Bulgarien - welches Mädchen kommt als Erstes unter die Haube

Am letzten Samstag vor der Karwoche wird der Lazarustag in Bulgarien gefeiert. Dieser Tag ist an den heiligen Lazarus gewidmet, der nach dem vierten Tag seines Todes vom Jesus zur Auferstehung gebracht wurde. Der Name Lazarus (bulg. Lazar) symbolisiert Gesundheit und ein langes Leben. Der Lazarustag ist mit einem alten bulgarischen Brauch, genannt Lazaruwane verbunden, der insbesondere auf dem Land eingehalten wurde.

Lazarki
Im Unterschied zum katholischen Karsamstag, der als stiller Samstag bezeichnet wird wechseln sich am Lazarustag althergebrachte Lieder und Tänze ab, die die Mädchen (Lazarki) in der langen Fastenzeit gelernt haben. Hauptthema der Lieder ist die Vorhersage welches Mädchen wen heiraten wird.


Die Mädchen ziehen von Haus zu Haus und wünschen jedem mit ihren fröhlichen Liedern und Volkstänzen Gesundheit und langes Leben. Dazu tragen sie ebenfalls althergebrachte reichverzierte Kleidung und Kränze aus grünen Weidenzweigen und Blumen. Sie werden für ihre teils gesungenen teils gesprochenen guten Wünschen mit Eiern, Münzen und kleinem Gebäck beschenkt.

 

Dieses Fest hat zahlreiche Varianten. Allen gemeinsam ist jedoch, dass auf diese Weise die jungen Heiratsfähigen vorgestellt werden. In der Vergangenheit wurde es geglaubt, dass Mädchen, die an dem alten Brauch nicht teilgenommen haben, sich nie heiraten werden sollten.
Am nächsten Tag (Palmsonntag), dem sogenannten Zwetniza (Tag der Blumen) / Wrabniza, gehen die Mädchen zum Fluß und werfen ihre selbstgemachten Kränze ins Wasser. Das Mädchen, dessen Kranz am schnellsten davon schwimmt, sollte als Erstes unter die Haube kommen.
Alle, die den Namen Lazar, Lazarina o. ä. tragen, haben am Lazarustag Namenstag. Am Zwetniza haben alle die den Namen einer Blume oder eines Baumes tragen, wie Violeta, Kamelia, Margarita, Lilia... ebenso Namenstag.

 Gut zu wissen...
Alle orthodoxen Kirchen (einschl. Bulgarien) berechnen Ostern und die anderen beweglichen Feste nach dem Julianischen (anstatt nach dem Gregorianischen Kalender: ausschlaggebend für die westlichen Kirchen) Frühlingsanfang und nach dem Vollmond im Mondzirkel. Deswegen fällt das Fest meistens eine Woche später als im Westen.
Im 2012 wird in Bulgarien gefeiert:
  • Lazarustag am 07.04.2012
  • Zwetniza am 08.04.2012
  • Ostern am 15.04.2012

Donnerstag, 22. März 2012

French Guitar Contest - Talente aus Bulgarien

FGC!!! Nur noch wenige Tage bis zur großen Preisvergabe..
Ab 08.02.2012 bis 08.04.2012 findet das große French Guitar Contest (FGC) statt, welcher von dem bekannten französischen Gitarrist Kenny Serane organisiert wird. Der Wettbewerb ist international ausgerichtet. Jeder Gitarrenliebhaber aus der ganzen Welt sei willkommen und könnte sein Talent unter Beweis stellen.
Dazu brauchen Sie:

Gitarrenfans aus Frankreich, den Vereinigten Staaten, Schweden, Griechenland, Belgien, Italien, Neu Seeland, England, Israel, Kanada, Venezuela, Island, Nord Irland, Serbien, Pollen, Singapur, Japan, Indonesien, Argentinien, Portugal, Holland, Puerto Rico, Ungarn, Luxemburg, Brasilien, Bosnien und Herzegowina, Philippinen, Finnland, Algerien, Costa Rica, Thailand, Mexico…haben bereits ihr Glück zum Gewinnen eines der tollen Preise wie MIG Imperator 500,  Effecten Pedals Ben Rod Electro, Guitar Pro6 Editor und viele andere probiert. Darunter sind auch einige Talente aus Bulgarien wie Emil Grigorov und Atanas Shishkov, die mit ihren musikalischen und gefühlvollen Ideen überzeugen.





Mehr Videos und Info auf http://www.youtube.com/watch?v=7dqtDQ_VzK8

Viel Glück und Erfolg allen Teilnehmern! Und für die Zuhörer und Zuschauer: vergisst nicht Ihr "Like" auf Ihre Lieblingstracks abzugeben, da ein spezieller Voting Preis auch dabei ist.
 

Donnerstag, 1. März 2012

Martenizi - Glücks- und Gesundheitsbringer, Frühlingbote, sehr altes Symbol der bulgarischen Einigkeit und Stärke

Das Verschenken von Martenizi am 1. März ist ein sehr alter und ein besonders beliebter Brauch aus Bulgarien, der nur in wenigen weiteren Ländern wie Rumänien und Moldawien verbreitet ist.

Martenizi by tg
Martenizi sind zusammengedrehte rote und weiße Wollfäden, die eine interessante symbolische Bedeutung haben. Die weiße Farbe symbolisiert Reinheit und Ehrlichkeit, und die rote Farbe: rote Wangen, Wärme, Gesundheit und ein langes Leben. Martenizi werden am 1. März Verwandten und Freunden mit Glückwünschen für Gesundheit und Fröhlichkeit geschenkt.
Martenizi werden an der Kleidung auf der linken Seite oder ans Handgelenk gebunden. Auf dem Lande werden auch Jungtiere und Obstbäume zum Zeichen der Fruchtbarkeit mit Martenizi geschmückt. Die rot-weiße Anhänger und Armbänder werden bis den ersten Frühlingsboten: Storch, Schwalbe oder blühenden Baum gesehen wird getragen und dann unter einen Stein gelegt. Nach einigen Tagen wird nachgesehen, ob sich darunter kleine Tiere gesammelt haben, denn das ist ein Zeichen für langes und gesundes Leben. Finden die jungen unverheirateten Frauen darunter Ameisen, bedeutet, dass sie bald eine Ehe eingehen und Kinder bekommen werden.

Eine interessante Legende über den alten Brauch – Khan Asparuch und die Marteniza

Einer Legende zufolge, geht das Verschenken von Martenizi auf die Gründung des ersten bulgarischen Staates im Jahre 681 durch die Protobulgaren (die ein Bündnis mit den südslawischen Stämmen bildeten, aus Mittelasien kamen und an deren Spitze ein Khan stand) zurück. Laut dieser Legende kurz vom Sterben sammelte der Khan Kubrat seine 5 Söhne und forderte sie stets einig zu bleiben, sich nicht zu trennen, damit sie nicht durch die Feinde erobert werden.
 Klick auf dem Bild
  
Khan Krum mit seinen Söhnen, Nikolaj Donkov 2007

 Nach dem Tod des Khanes griffen die Chasaren die Protobulgaren an und nahmen die Tochter von Kubrat gefangen. Der Anführer der Hunen Khan Aschina bat den Söhnen von Kubrat an, ihr Land zu lassen und ihre Schwester zu befreien, erst wenn sie ihn zu ihren Herrscher annerkennen würden. Der älteste Sohn Bajan erkannte die Herrschaft von Aschina an und blieb bei seiner Schwester. Die anderen Söhne folgten nicht die Beschwörung ihres Vaters: sie blieben nicht zusammen und gingen getrennte Wege auf der Suche nach einem neuen freien Land: einer nach Norden, und die anderen nach Süden. Bevor sie sich trennten, vereinbarten sie sich mit Huba und Bajan, dass wenn sie ein freies Land finden – euch eine Nachricht zukommen lassen: einen am Fuß eines Vogels gebundenen goldenen Faden.
Es dauerte nicht lange, bis ein von Khan Asparuch (einer der Söhne Khans Kubrat) gesandter Falke mit goldenem Faden Huba zuflog. Nach der Vereinbarung verließen Huba und Bajan den Aschinas Palast. Als sie den Fluß Donau erreicht hatten, suchten sie nach einer Furt, nach einer Möglichkeit den Fluß zu überqueren. Dazu band Huba den Fuß des Falkes mit einem weißen Fadenknäuel, während den Bajan am anderen Ende festhielt, damit der Falke ihnen den Weg zu ihrem Bruder Asparuch zeigt. Plötzlich wurde Bajan von einem feindlichen Pfeil der Hazaren getroffen. Das Blut färbte den weißen Faden und sollte als Zeichen für Ihren Bruder Asparuch sein, dass seine lieben Geschwister zu ihm bald kommen werden.
Nachdem Asparuch die wertvolle Botschaft bekommen hatte, schnitt er die weiß-roten Fäden und band sie an die Arme seiner Soldaten mit der Botschaft:
"Lasst den Faden, der uns verbindet niemals brechen. Lasst uns gesund, fröhlich und glücklich sein. Lasst uns Bulgaren sein."
Das geschah am 01.März 681 und somit wurde den rot-weißen Faden Marteniza genannt, nach dem Monat März, welcher Mart auf Bulgarisch ist. Seit dieser Zeit sind Martenizi die kleinen Symbole, die die Bulgaren überall auf der Welt verbinden, damit sie nicht vergessen woher sie kommen und immer einig und stark bleiben.


Dienstag, 14. Februar 2012

Zum Valentinstag eine kleine Überraschung

Es ist Valentinstag! Für alle Verliebte und für alle, die den Namen Valentina, Valentin o. ä. tragen-  die allerbesten Glückwünsche!!!
Und nicht vergessen: lasst euch nicht den Kopf darüber zerbrechen, was das beste Geschenk für eure Liebsten wäre, denn oftmals bringt ein Kuss oder ein Lächeln mehr als etwas was das Herz nicht berührt. Denkt daran:
„Das Glück unseres Lebens setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen – den kleinen, bald vergessenen Wohltaten eines Kusses oder Lächelns, eines freundlichen Blicks, eines von Herzen kommenden Kompliments – zahllosen unendlich kleinen Dosen angenehmer und belebender Freuden.“ Samuel Taylor Coleridge
Daran habe ich auch schon nachgedacht und somit ist zum Valentinstag dieses Bild – eine kleine Überraschung, entstanden. Vergisst nicht darauf zu klicken. Viel Spaß dabei!

Valentinstag by tg


Freitag, 8. Juli 2011

Bulgarisches Geheimnis für Leib und Seele - Schopska Salat

Bulgarien - ein kleines Land (ca. 111 000 km² Fläche und ca. 8 Mio. Einwohner) in Südeuropa, auf der östlichen Balkanhalbinsel. Sicher haben Sie den Namen bereits gehört, dennoch welche von Ihnen haben die Faszination dieses Landes bereits erlebt? 

Es ist nicht fremd, dass Bulgarien bedauerlicherweise vor allem einerseitig - negativ betrachtet wird. Tatsächlich hat das Land so viel Schönes anzubieten. Und da ich grade einen riesigen Hunger empfinde, fangen wir mal mit einem Geheimnis aus der bulgarischen Küche an. Wie wäre es mit einem Rezept für Schopska Salat? Vielleicht hat jemand den berühmten Salat schon mal probiert oder wenigstens davon gehört?
Sie brauchen:
  • 4 Tomaten
  • 1 Gurke
  • 2 Paprikaschotten
  • 1 Zwiebel
  • 1 frische Peperoni
  • Petersilie, Salz, Essig, Öl
  • 150g Schafskäse (z. B. Feta)
Gemüse waschen und in Würfeln schneiden. Mit gehackter Petersilie bestreuen und mit Salz, Öl und Essig würzen. Zum Schluss geriebenen Schafskäse darüberstreuen. Lasst euch schmecken!

Tipp! Eine Kostprobe vor Ort lohnt sich auf jeden Fall, da das Gemüse im sonnigen Bulgarien besser schmeckt.

Schopska Salat by tg